- Die PLA-Kühleinstellungen des Bambu Studio sind nicht bei jedem Drucker gleich. Es gibt fünf verschiedene Werksprofile, nicht nur eines.
- Bei einem P1S, X1C, X1, P2S oder X2D ist der Lüfter auf 100 % eingestellt. An beiden Enden der Kurve liegt der Wert gleich, sodass die Layer-Time-Logik nie greift und der Lüfter ab Layer zwei einfach mit voller Drehzahl läuft.
- Alle anderen Modelle fahren tatsächlich Rampen. A1, A1 mini und A2L laufen mit 60-80%. Der P1P, ein P1S ohne Box, beginnt bei 50%, dem niedrigsten Stockwerk von Bambu.
- Die meisten Leute sollten es in Ruhe lassen. PLA erweicht früh und schrumpft kaum. Aggressives Abkühlen schadet einem dekorativen Druck nur selten.
- Nur bei funktionalen oder übergroßen Teilen herunterdrehen. Testen Sie es selbst, anstatt die Zahlen von anderen zu kopieren.
- Bei Seiden-PLA ist es genau umgekehrt. Sie möchten den Lüfter auf 100 % eingestellt haben und sich nie ändernUnregelmäßiger Glanz entsteht durch Schwingungen, nicht durch zu viel Luft. Bei einer P1S ist das bereits die Standardeinstellung; bei einer A1 muss man es selbst einstellen.
- Der Lüfter der ersten Schicht ist 0 und sollte 0 bleiben. Dadurch haftet das Druckobjekt an der Druckplatte. (Bei P2S und X2D läuft der Seitenlüfter in der ersten Schicht mit 40 % Leistung; der Bauteillüfter ist weiterhin ausgeschaltet.)
- Falls Ihre Änderungen verschwinden, war es das AMS. RFID lädt jedes Mal das Werksprofil neu.
Wenn Sie die Filamenteinstellungen geöffnet, auf „Kühlung“ geklickt und eine Flut von Prozentangaben und Sekundenwerten vorgefunden haben, sind Sie hier genau richtig. Dieser Reiter wirkt zunächst simpel, bis man merkt, dass es keine einheitliche Meinung darüber gibt, wie er genau zu verstehen ist.
Die Hälfte der Forumsteilnehmer empfiehlt, PLA mit 100 % zu verwenden und sich keine weiteren Gedanken zu machen. Die andere Hälfte veröffentlicht Testdrucke, die beweisen, dass 100 % die Teile beschädigen. Beide Seiten haben Beweise.
Im Bambu-Wiki wird zwar die Bezeichnung der einzelnen Boxen angegeben, aber nie, was hineingehört.
Also habe ich mir die Quelle angesehen. Die Filamentprofile von Bambu Studio sind Open Source, die Werksnummern für jedes Druckermodell sind also öffentlich zugänglich und warten darauf, von jemandem erfasst zu werden. Fangen wir mit der Nummer an, die Sie hierher geführt hat.
Hinweis zum Anwendungsbereich: Alle unten aufgeführten Werte beziehen sich auf Bambu PLA Basic in Bambu Studio. Generisches PLA weicht teilweise ab (die maximale Schichtzeit beträgt 8 Sekunden statt 4 Sekunden), und OrcaSlicer verwendet eigene Profile. Die Regel zum Lesen der Werte ist jedoch dieselbe: Vertrauen Sie den Angaben auf Ihrem Bildschirm. Bei der Auswahl der passenden Software sollten Sie zunächst Ihren Drucker berücksichtigen. Dieser Slicer-Leitfaden erklärt, wann Bambu Studio ausreicht und wann Orca oder Cura sinnvoller sind.
Inhaltsverzeichnis
- Die kurze Antwort: Sollte PLA mit 100 % Lüfterdrehzahl betrieben werden?
- Warum Ihre Kühlanzeige 100 % anzeigt und die Ihres Freundes 60 %
- Wie die PLA-Kühlungseinstellungen von Bambu Studio die Lüftergeschwindigkeit tatsächlich bestimmen
- Alle Einstellungen im Kühlungs-Tab erklärt
- Sollten Sie den Ventilator leiser stellen? Was die Tests tatsächlich zeigen.
- Warum Ihre Kühlungsänderungen nicht von Dauer sind
- So ändern Sie die PLA-Kühlungseinstellungen (Schritt für Schritt)
- Fünf Fehler, die Menschen Drucke gekostet haben
- FAQ
Die kurze Antwort: Sollte PLA mit 100 % Lüfterdrehzahl betrieben werden?
Normalerweise ja, und Sie können sich die Sorgen sparen. PLA wird früh weich, daher ist es wirklich sinnvoll, jede Schicht schnell einzufrieren. Wie früh genau, hängt davon ab, wen man fragt: Bambu gibt in seinem PLA-Profil eine Verglasungstemperatur von 45 °C an, während in der Community üblicherweise 50–60 °C genannt werden. Unterschiedliche Messung, gleiches Ergebnis. Dieses Material wird deutlich unterhalb der Temperatur weich, die andere Filamente tolerieren.
PLA schrumpft beim Abkühlen nur sehr geringfügig, weshalb es sich im Gegensatz zu ABS fast nie verzieht. In einem Thread auf r/BambuLab, in dem genau diese Frage gestellt wurde, gibt Google die Schrumpfung mit 0.01–0.02 % an und kommt zu dem Schluss, dass keine nennenswerten Verformungsprobleme bestehen. Das Anblasen von PLA mit viel Luft ist nicht so schlimm, wie es in manchen Forenbeiträgen dargestellt wird.
Aber „100 %“ auf Ihrem Bildschirm kann etwas ganz anderes bedeuten als „100 %“ auf dem Bildschirm Ihres Freundes. Das ist zwei Minuten Ihrer Zeit wert.
Den Ventilator herunterdrehen, wenn:
- Sie drucken Funktionsteile wo die Schichtbindung wichtiger ist als ein scharfer Überhang
- Sie drucken große, langsame Schichten wobei jede Schicht bereits eine Minute Zeit zum Abkühlen hatte.
- Ihre Das Zimmer ist kalt und zugig
Lass es in Ruhe, wenn:
- Du druckst normale Dekorationsgegenstände.
- Ihr Modell hat viele Überhänge.
- Es läuft nichts schief
Seidenglänzendes PLA verdient eine eigene Kategorie, denn die gängige Empfehlung ist falsch. Man könnte meinen, glänzendes Filament benötige eine sanftere Kühlung. Das stimmt aber nicht. Unregelmäßiger Glanz entsteht durch die vom Slicer während des Druckvorgangs angepasste Lüftergeschwindigkeit und -drehzahl, nicht durch eine zu hohe Lüfterdrehzahl. Optimal ist eine konstante Lüfterdrehzahl und eine konstante Außenwandgeschwindigkeit. Das Seiden-Profil von Bambu beschreibt die Geschwindigkeitshalber genau: Filament trocknen lassen und die Außenwandgeschwindigkeit auf 40–60 mm/s einstellen.
Und hier kommt es wieder auf Ihren Drucker an. Bei den Modellen P1S, P1P, X1, X1C, P2S, X2D und der gesamten H2-Familie wird Seidenpapier standardmäßig mit 100 % Lüfterdrehzahl ausgeliefert. Daher ist es ratsam, die Einstellungen unverändert zu lassen. Bei den Modellen A1, A1 mini und A2L hingegen wird die Lüfterdrehzahl standardmäßig mit 60–80 % erhöht, genau wie bei normalem PLA . Dadurch dreht sich der Lüfter während des Druckvorgangs, was den Glanz beeinträchtigt. Wenn Sie einen dieser Drucker besitzen, ist der Rat, die Einstellungen unverändert zu lassen, nicht empfehlenswert. Stellen Sie die Lüfterdrehzahl auf 100 %, damit sie sich nicht mehr dreht.
Seide ist außerdem spröde und hat daher nichts mit der oben genannten Kategorie „funktionelle Teile“ zu tun.
Auch der Fall, dass alles reibungslos funktioniert, verdient Beachtung. Wenn Ihre Drucke einwandfrei aussehen, ist die beste Kühlungsoptimierung, keine anzupassen. Falls Sie einen Ausgangspunkt für ein bestimmtes Filament suchen, ist unser Druckeinstellungsfinder deutlich schneller als bloßes Raten.
Warum Ihre Kühlanzeige 100 % anzeigt und die Ihres Freundes 60 %
Bambu liefert für verschiedene Drucker tatsächlich unterschiedliche PLA-Kühlprofile, und die Unterschiede sind beträchtlich. Dieser Aspekt wird kaum thematisiert, erklärt aber einen Großteil der Verwirrung zu diesem Thema.
Hier sind die Werkseinstellungen für Bambu PLA Basic für jedes aktuelle Modell, ermittelt aus dem Profilquellcode von Bambu Studio. Die Werte gelten für die Standarddüse 0.4:
| Drucker | Min-Fan | Zum Zeitpunkt der Schichtung | Max-Fan | Zum Zeitpunkt der Schichtung | Zusatzlüfter |
|---|---|---|---|---|---|
| P1S, X1C, X1, P2S, X2D | 100% | 100er-Jahre | 100% | 4s (X1: 8s) | 70% |
| H2S | 80% | 100er-Jahre | 100% | 4s | 75% |
| P1P | 50% | 80er-Jahre | 100% | 8s | 70% |
| H2D, H2C, H2DP | 60% | 100er-Jahre | 80% | 4s | 75% |
| A1, A1 mini, A2L | 60% | 80er-Jahre | 80% | 6s | 70 % (keine Hardware) |
Fünf verschiedene Gruppen. Gleiches Filament, gleiche Firma, gleiches Jahr.
Der Düsenwechsel hat keinen Einfluss auf die Lüfterleistung in der Tabelle; alle nachfolgenden Werte gelten also unabhängig von der verwendeten Düse. Die Schichtzeiten können sich jedoch ändern: Bei einer A2L-Schicht mit einer 0.2-mm-Düse dauert es 25 Sekunden statt 6 Sekunden.
Schauen Sie sich die erste Zeile noch einmal genau an.
Das ist die vollständige Antwort auf Ihre Frage. Die Lüfterdrehzahl sollte sich je nach Schichtdauer zwischen einem Minimal- und einem Maximalwert bewegen. Sind Minimal- und Maximalwert identisch, gibt es keinen Bereich, in dem sich die Drehzahl anpassen könnte. Die Kurve verläuft dann linear. Ihre Einstellungen für die Schichtdauer haben keine Auswirkung, da alle möglichen Ergebnisse identisch sind. Bei PLA auf einer P1S läuft der Bauteillüfter von Anfang bis Ende mit voller Drehzahl, mit einer Ausnahme, auf die wir später eingehen werden.
Wenn Sie jemals einen Layer-Zeitwert geändert und geschworen haben, dass nichts passiert ist, dann hatten Sie Recht. Es ist nichts passiert.
Beachten Sie die Position des X1. Dessen Deckenauslösung erfolgt nach 8 statt 4 Sekunden, was zunächst wie ein deutlicher Unterschied aussieht, bis man bemerkt, dass beide Enden weiterhin bei 100 % liegen. Die Schichtzeit ist rein dekorativ.
Betrachten wir nun den P1P, der oft fälschlicherweise mit dem P1S in einen Topf geworfen wird. Er beschleunigt von 50 % auf 100 % und hat die niedrigste Betriebstemperatur aller Bambu-Geräte. P1P und P1S sind im Grunde der gleiche Drucker mit unterschiedlichem Gehäuse und verfolgen gegensätzliche Kühlkonzepte.
Die A1-Familie steigert die Drehzahl ebenfalls von 60 % auf 80 % und erreicht nie die Höchstgeschwindigkeit. Falls Sie sich für dieses Gerät interessieren, finden Sie in unserem Bambu Lab A1 Mini -Testbericht weitere Informationen zu den Unterschieden.
Die Daten stammen von `github.com/bambulab/BambuStudio`, im Verzeichnis `resources/profiles/BBL/filament/`. Jede Druckerdatei erbt von einer gemeinsamen PLA-Basisdatei namens `fdm_filament_pla` und überschreibt nur die abweichenden Werte. Die Dateien A1, A2L, P1P und H2 überschreiben die Lüfterwerte. Die Datei P1S hingegen nicht und übernimmt daher stillschweigend die Werte der Basisdatei (100 %). Alle oben genannten Zeilen wurden im Juli 2026 anhand ihrer gesamten Vererbungskette berechnet, anstatt die Werte nur von einem Bildschirm abzulesen.
Ein Forumsnutzer namens TXJustin berichtete im Dezember 2024 über den P1S versus A1 Mini-Split. Seine Zahlen stimmen exakt mit der Quelle überein, und niemand in dem Thread gab ihm eine wirkliche Antwort.
Der Teil, den niemand erklären kann
Hier gibt es noch eine offene Frage. TXJustin hat auch die PETG-Profile verglichen, und diese Zahlen stimmen ebenfalls mit der Quelle überein:
| Bambu PETG HF | Min-Fan | Max-Fan |
|---|---|---|
| Auf P1S | 20 % (bei 20 Sekunden) | 40 % (bei 10 Sekunden) |
| Auf A1 mini | 30 % (bei 15 Sekunden) | 50 % (bei 7 Sekunden) |
Für PETG benötigt der P1S weniger Lüfterleistung als der A1 mini. Für PLA benötigt er mehr . Wie er es ausdrückte: Der Lüfter des P1S kann nicht gleichzeitig besser und schlechter kühlen.
Die naheliegende Vermutung ist, dass ein geschlossener Drucker Wärme staut und PLA daher mehr Luft benötigt. Diese Theorie erweist sich jedoch bei den PETG-Werten als falsch. Und der P1P widerlegt sie ein zweites Mal: Er ist ein offener P1S und benötigt weniger PLA-Kühlung als die geschlossene Version – genau das Gegenteil dessen, was die Theorie vorhersagt.
Am wahrscheinlichsten ist, dass diese Profile im Laufe der Zeit von verschiedenen Personen unabhängig voneinander angepasst wurden und die Inkonsistenz eher historisch bedingt als beabsichtigt ist. Das ist eine Vermutung und wird auch so gekennzeichnet. Niemand bei Bambu hat dies öffentlich erklärt.
Wie die PLA-Kühlungseinstellungen von Bambu Studio die Lüftergeschwindigkeit tatsächlich bestimmen
Eine Regel ist für fast alles entscheidend: Die Lüftergeschwindigkeit richtet sich nach der Druckdauer der aktuellen Schicht, interpoliert zwischen zwei Schwellenwerten. Sobald Sie das verstanden haben, wirkt der Rest des Menüs nicht mehr so einschüchternd.
Bambus Wiki liefert ein anschauliches Beispiel. Angenommen, Ihre Bodenlüftung hat eine 10%ige Lüfterleistung, kombiniert mit 30er-Lampen, und Ihre Deckenlüftung hat eine 80%ige Lüfterleistung, kombiniert mit 3er-Lampen. Dann:
- Die Schicht benötigt 30 Sekunden oder länger, die Lüfterleistung sinkt auf 10 %.
- Die Schicht wird in 3 Sekunden oder weniger geladen, der Lüfter erreicht 80 %.
- Alles dazwischen wird durch geradlinige Interpolation dargestellt.
Man kann es sich wie einen Thermostat vorstellen, der die Uhrzeit misst. Je schneller eine Schicht gedruckt wird, desto weniger Zeit hat das Plastik, auszuhärten, bevor die Düse wieder darüberfährt, und desto mehr Luft gelangt hinein. Genau deshalb hat ein P1S-Drucker mit 100 % Druck an beiden Enden überhaupt keine Rampe.
Die „100%“-Falle: Fünf Kategorien, fünf Bedeutungen
Hier wird die Suche nach einer Antwort wirklich gefährlich. Die Zahl 100 taucht überall im Reiter „Kühlung“ auf und hat jedes Mal eine andere Bedeutung:
| Wo Sie 100 % sehen | Was es tatsächlich bedeutet |
|---|---|
| Mindestlüfterdrehzahlschwelle | Volle Geschwindigkeit auch bei langsamen Schichten blasen |
| Maximale Lüfterdrehzahlschwelle | Volle Geschwindigkeit auf schnelle Schichten blasen |
| Lüftergeschwindigkeit für Überhänge | Volle Geschwindigkeit über Überhänge |
| Überhangschwelle für die teilnehmende Kühlung | Umfassen alles, überhängende Linie in der Verlangsamungsmathematik. Keine Lüftergeschwindigkeit. |
| Drehzahl des Zusatzlüfters | Den Seitenlüfter auf volle Drehzahl stellen |
Diese vierte Zeile fällt ständig auf. Sie sieht aus wie eine Lüftereinstellung. Es handelt sich um einen Geometriefilter. Wenn man „100 %“ aus einem Tutorial in das falsche Feld kopiert, passiert etwas, was man nicht beabsichtigt hat.
Alle Einstellungen im Kühlungs-Tab erklärt
Nur drei dieser Einstellungen sind für PLA relevant: die minimale Lüfterschwelle, die Option „Außenwände nicht verlangsamen“ und die Lüftergeschwindigkeit über den Überhang. Die übrigen sind entweder bereits optimal eingestellt oder sollten besser nicht verändert werden. Hier ist trotzdem die Funktion jeder einzelnen Einstellung erklärt, denn zu wissen, warum man etwas unverändert lässt, ist etwas anderes, als nicht zu wissen, dass es existiert.
Die Definitionen orientieren sich an der offiziellen Dokumentation von Bamboo. Die Beurteilungen obliegen mir.
Die Schicht-Zeit-Gruppe
Diese vier wirken wie die Regel aus dem letzten Abschnitt zusammen, dazu kommen zwei Schalter, die diese Regel formen.
| Rahmen | Was sie tut, | PLA-Standard |
|---|---|---|
| Minimale/Maximale Lüfterdrehzahlschwelle + Schichtzeit | Die beiden Ankerpunkte der Interpolation | Siehe Tabelle oben |
| Den Ventilator immer anlassen. | Der Ventilator stoppt nie ganz, sondern bleibt stattdessen am Boden stehen. Im ausgeschalteten Zustand schaltet er sich bei langsamen Schichten komplett ab. | On |
| Langsamer drucken für bessere Schichtkühlung | Sicherheitsnetz. Lüfter auf maximaler Drehzahl, aber Schichtdruck immer noch zu schnell? Druckgeschwindigkeit reduzieren, um Abkühlzeit zu gewinnen. Schützt winzige Türme. | On |
| Minimale Druckgeschwindigkeit | Der Grundstein für diese Verlangsamung. Es wird nicht ewig so weitergehen. | 20 mm / s |
Ein oft übersehener Nachteil dieses Sicherheitsnetzes: Es ist eine häufige Ursache für ungleichmäßigen Glanz. Wenn kleine Schichten zum Abkühlen langsamer extrudiert werden, wird der Kunststoff langsamer und heißer, wodurch er glänzender wird. Bei einem Test mit einem vasenförmigen Modell war die Oberfläche oben und unten glänzend, während sich in der Mitte ein matter Rand bildete – allein aufgrund von Geschwindigkeitsunterschieden. Durch Deaktivieren der Verlangsamung lässt sich der Streifenbildung beheben, und eine gleichmäßige Extrusionsgeschwindigkeit für Überhänge und Außenwände sorgt für ein perfektes Ergebnis.
Seien Sie dabei jedoch vorsichtig. Bei hohen Drucken mit wirklich kurzen Schichtzeiten macht sich die Verlangsamung bemerkbar, und das Abschalten tauscht ein kosmetisches Problem gegen ein strukturelles.
Verlangsamen Sie nicht die Außenwände
Die Außenwände sind von dieser Verlangsamung ausgenommen. Aktivieren Sie diese Option für Seiden- und Glanzfilament , nicht weil sie die Kühlung reduziert, sondern weil sie Geschwindigkeitsschwankungen verhindert . Geschwindigkeitsschwankungen auf glänzenden Oberflächen zeigen sich als sichtbare Glanzstreifen. Außerdem hilft sie, leichte Z-Streifen auf glänzenden Drucken zu vermeiden.
Diese Einstellung sollten Sie wählen, bevor Sie die Lüfterdrehzahl ändern. Kombinieren Sie sie mit einer auf 40–60 mm/s fixierten Außenwandgeschwindigkeit und einem Lüfter, der konstant auf 100 % läuft, anstatt zu schwanken.
Die Überhanggruppe
Überhänge haben ihre eigenen Regeln, denn dort entfaltet die Kühlung ihre volle Wirkung.
| Rahmen | Was sie tut, | PLA-Standard |
|---|---|---|
| Zwangskühlung für Überhänge und Brücken | Lassen wir die Überhänge die Schichtzeitregeln vollständig ignorieren und ihre eigene Lüftergeschwindigkeit verwenden. | On (Bambu sagt, ich soll es anlassen, und ich stimme zu) |
| Kühlüberhangschwelle | Wie wenig Unterstützung eine Leitung haben muss, bevor die Zwangskühlung einsetzt, ausgedrückt in Prozent der Leitungsbreite. 0 % Zwangskühlung jeder Außenwand | 50 % (A2L: 25 %) |
| Überhangschwelle für die teilnehmende Kühlung | Welche überhängenden Linien verbinden die verlangsamen Mathematik. 25 % beinhalten Linien mit einem Überhang von bis zu 25 %; 100 % beinhalten jeden Überhang. Keine Lüftergeschwindigkeit | Hinzugefügt in Studio 1.10 |
| Lüftergeschwindigkeit für Überhänge | Die erzwungene Geschwindigkeit über Überhängen und Brücken | 100% |
| Lüfterzeit vor dem Start | Der Lüfter wird 0-5 Sekunden früher hochgefahren, da ein Gebläse Zeit benötigt, um seine Nenndrehzahl zu erreichen. | Kleine Umgebung, echte Physik |
Eine Zahl ist hier besonders interessant. PLA aktiviert die erzwungene Kühlung von Überhängen bei einer Schwelle von 50 %, während der Standardwert für alle Filamente bei 95 % liegt. PLA ist also deutlich besser darauf abgestimmt, Überhänge zu erfassen als der Standardwert.
Das A2L-Modell geht mit 25 % sogar noch einen Schritt weiter und ist das einzige, das diese Einstellung überschreibt. Halten Sie den Vorstartpunkt des Lüfters auch für den nächsten Abschnitt bei.
Zusatzteil-Kühllüfter
Der Lüfter an der Gehäuseseite läuft mit konstanter Drehzahl und ignoriert die Schichtzeit vollständig. Bei PLA ist die Standardeinstellung 70 %, bei der H2-Gruppe 75 %. Da kein zusätzlicher Lüfter verbaut ist, wird diese Einstellung einfach ignoriert.
Kammer / Abluftventilator
Drei Ventilatoren, drei Aufgaben, und die Vermischung dieser Aufgaben ist der Grund, warum „Raumventilatoreinstellungen“ ein häufiger Suchbegriff ist:
| Ventilator | Wo es weht | PLA-Standard |
|---|---|---|
| Teillüfter | Direkt nach der frischen Extrusion | Siehe die obige Tabelle. |
| Zusatzlüfter für Bauteilkühlung | Seite des Chassis, an der Stelle | 70 % (75 % im zweiten Halbjahr) |
| Kammer / Abluftventilator | Zieht Kammerluft an aus dem Drucker | 70 % beim Drucken |
Der Abluftventilator reguliert die Kammertemperatur und entfernt Dämpfe. Er kühlt Ihr Bauteil nicht. Nach Abschluss des Druckvorgangs gibt es eine separate Drehzahlregelung (70 %).
PLA benötigt außerdem überhaupt keine Kammerheizung: Die Einstellung `chamber_temperatures` ist im Basisprofil auf 0 gesetzt und wird von PLA nicht überschrieben. Dieses Feld ist für Filamente vorgesehen, die eine Heizkammer benötigen. ABS benötigt auf einem H2D 65 °C und PA6-CF 60 °C. PLA benötigt genau das Gegenteil, weshalb die Lüftereinstellungen im Vergleich zu diesen Materialien so aggressiv wirken.
Wenn Sie an Ihrem P1S einen Lüfter hören und nicht feststellen können, welcher es ist, hilft Ihnen diese Tabelle weiter.
Volle Lüftergeschwindigkeit in Schicht
Standardmäßig deaktiviert (`full_fan_speed_layer=0`). Aktivieren Sie diese Option, um die Lüfterdrehzahl ab einer von Ihnen gewählten Ebene auf maximale Geschwindigkeit zu erzwingen.
Die Ausnahme der ersten Ebene
Der Bauteillüfter ist bei der ersten Schicht jedes Modells ausgeschaltet, und das sollte auch so bleiben. Das entspricht `close_fan_the_first_x_layers=1`. Luft in der ersten Schicht führt zu schlechter Haftung, und schlechte Haftung bedeutet, dass sich der Druck nach der Hälfte löst.
Der Zusatzlüfter ist der interessante Punkt. Die meisten Modelle schalten ihn für die erste Schicht ebenfalls ab, beim P2S und X2D läuft er jedoch mit 40 % Leistung. Laut Bambu-Dokumentation sorgt dies für eine sanfte Luftzirkulation um die ersten Schichten, während der Bauteillüfter ausgeschaltet bleibt – ein direkter Luftstrom auf das frisch extrudierte Material wird vermieden. Eine bewusste Konstruktion, die nur bei diesen beiden Maschinen zum Einsatz kommt.
Ein weiteres Detail, das Beachtung verdient: Bei der generischen Filamentbasis wird der Lüfter für 3 Schichten deaktiviert, bei PLA hingegen nur für 1. PLA härtet schnell genug aus, sodass eine Schicht völlig ausreicht.
Ein Test zur Optimierung von Miniaturdrucken bringt es auf den Punkt: Die Lüfterdrehzahl der ersten Schicht muss auf Null stehen, sonst löst sich die Haftung auf dem Druckbett. Falls sich Ihre Schicht bereits löst, liegt das Problem meist nicht an der Kühlung. In unserem Leitfaden „Wenn die erste Schicht nicht haftet“ erklären wir die wahren Ursachen.
Sollten Sie den Ventilator leiser stellen? Was die Tests tatsächlich zeigen.
Es gibt durchaus Belege dafür, dass die Standardeinstellungen konservativ sind. Doch das aussagekräftigste dieser Belege misst nicht das, was es vorgibt zu messen. Wir sollten beide Seiten ernst nehmen.
Die Argumente für eine Ablehnung
Der am häufigsten zitierte Test ist ein Beitrag auf r/3Dprinting mit über 300 Upvotes. Der Autor führte einen Tag lang Kühlungsexperimente an einem A1 Mini mit SUNLU PLA+ bei etwa 24 °C Umgebungstemperatur durch. Er entwickelte einen benutzerdefinierten Test mit 35°-Überhang (35° ist der steilste Winkel, der den standardmäßigen Schwellenwert von 50 % Überhang nicht überschreitet) und variierte die Schichtzeiten, indem er Dummy-Zylinder neben dem Bauteil druckte.
Seine Ergebnisse:
| Schichtzeit | Druckgeschwindigkeit | Ventilator benötigt | Was es bedeutet |
|---|---|---|---|
| 25er-Jahre | 200-300 mm / s | 0% | Die Umgebungsluft allein genügte. Kein Locken. |
| 6s | 200-300 mm / s | 40-50 % | Bei 20 % Lockengrad, darüber hinaus glatt. 100 % waren nie nötig. |
| 6s | 20 mm / s | 20% | Gleiche Taktfrequenz, weitaus weniger Wärmeentwicklung. |
Zwei seiner Beobachtungen haben sich bewährt. Erstens die Trägheit des Gebläses: Ein Ventilator braucht Zeit zum Hochdrehen, und bei hoher Drehzahl tritt ein plötzlicher Drehzahlüberschuss auf, bevor er reagieren kann. Das ist eine echte Einschränkung, und genau deshalb gibt es die Vorlaufzeit-Einstellung für den Ventilator von Bambu. Seine Theorie und die technische Umsetzung von Bambu stimmen überein.
Zweitens, und das ist noch interessanter: Der Slicer überwacht die Zeit, ignoriert aber den Volumenstrom. Vergleichen Sie die zweite und dritte Zeile der Tabelle. Identische Dauer, aber völlig unterschiedliche Mengen an heißem Kunststoff, und der Slicer steuert für beide Fälle dieselbe Lüfterdrehzahl an. Bambus Dokumentation bestätigt, dass die Interpolation allein auf der Schichtzeit basiert. Er hat eine echte Schwachstelle im Modell entdeckt.
Er behauptet außerdem, dass die Standard-TPU-Profile von Bambu den Lüfter konstant auf 100 % drehen lassen, was allem widerspricht, was für gutes Drucken mit TPU spricht. Er hat größtenteils Recht, und die Ausnahme ist interessanter als die Regel.
Von allen 135 erstellten TPU-Profilen verhalten sich 95 exakt wie beschrieben: TPU 85A, 90A, 95A, 95A HF und das generische TPU weisen alle einen konstanten Wert von 100 % auf – dieselbe Kurve wie PLA. Alle 40 Ausnahmen gehören zu den beiden TPU-Produktlinien für AMS , deren Werte bis auf 10 % sinken.
Seine Kritik trifft also auf den Großteil des Sortiments zu, nicht aber auf das Teil, das Bambu zuletzt überprüft hat. Wenn schonende Kühlung für TPU für AMS geeignet ist, warum ist sie dann für TPU 95A ungeeignet? Darauf hat niemand eine Antwort gegeben.
Und die AMS-Produktlinie ist nicht einmal intern konsistent, was Ihnen mittlerweile bekannt vorkommen dürfte. Bambus TPU für AMS benötigt meist 20–40 % Auslastung, aber ein A2L mit der Standarddüse verlangt 50–80 %, und mit einer 0.6-mm-Düse am selben A2L sinkt die Auslastung auf 30–60 %. Gleiches Filament, gleicher Drucker, anderes Loch, andere Kühlung.
Eine separate PLA-Verformungsführung landet aus einer anderen Richtung im selben Bereich, was auf einen Abfall von 100 % auf 80 % hindeutet, um ein Abheben der Kanten zu verhindern.
Die differenzierteste Argumentation stammt von einem H2D-Besitzer im Bambu-Forum, dessen Maschine über ein deutlich leistungsstärkeres Kühlsystem verfügt. Er bezeichnet die Standardeinstellungen als „mehr oder weniger zu stark (in manchen Fällen aber nicht stark genug)“ und seine Kritikpunkte sind konkret statt pauschal: 60 % bei einer Schichtzeit von 100 Sekunden erscheinen ihm für große Drucke zu hoch , 100 % über Überhänge sind für große interne Brückenbildung zu hoch (er verwendet 80 %), und der Zusatzlüfter mit 75 % ist für große Bauteile zu stark (er verwendet 10 %, da seine Kammer im australischen Winter nur 27 °C erreicht).
Beachten Sie, was er mit dem ersten Fehler macht: Er markiert ihn und lässt ihn dann unverändert, weil er ihn nicht ausreichend getestet hat, um eine Änderung zu rechtfertigen. Das ist der richtige Ansatz, und er ist leider seltener, als er sein sollte.
Wo dieser Test scheitert
Und nun der Teil, den Sie in den Kommentaren nicht sehen werden.
Der Beitrag trägt den Titel „Teilefestigkeit durch Nuklearmaßnahmen“. Der Autor hat die Teilefestigkeit nie getestet. In allen drei Experimenten wurde die Überhangverbiegung visuell gemessen. Der Haftungsverlust der Schichten wird theoretisch abgeleitet, nicht gemessen. Kein Zugversuch, kein Bruchtest, nichts. Die Behauptung in der Überschrift und die Beweise beziehen sich auf völlig unterschiedliche Dinge.
Es ist außerdem n=1: ein Drucker, ein Filament, ein selbstgebautes Teststück, eine Raumtemperatur.
Und eine seiner Angaben ist schlichtweg falsch. Er berichtet, dass der A1 Mini bei einer 6-sekündigen Schicht maximal mit 100 % Lüfterleistung läuft. Laut offiziellem Profil liegt die maximale Lüfterleistung des A1 Mini jedoch bei 80 % , und auch der unabhängige Forenbericht von TXJustin bestätigt dies.
Zwei Quellen gegen eine. Möglicherweise hat er ein OrcaSlicer-Profil gelesen, eine ältere Version oder er erinnert sich falsch.
Nehmen Sie die Beobachtungen also ernst, verwerfen Sie aber die Schlussfolgerung. Der Punkt mit der Gebläseträgheit ist eindeutig. Der Punkt mit dem Volumenstrom ist wirklich sinnvoll. Die Behauptung, Ihre Bauteile seien schwach, bleibt unbewiesen.
Argumente dafür, es bei 100 % zu belassen
Die andere Seite hat auch nicht unrecht. Wie bereits erwähnt, ist PLA aufgrund seiner Materialeigenschaften ungewöhnlich tolerant gegenüber aggressiver Luft. Die Standardeinstellungen von Bamboo sind nicht auf optimale Ergebnisse ausgelegt, sondern auf absolute Zuverlässigkeit : scharfe Überhänge direkt nach dem Auspacken, bei jedem Modell, für einen Benutzer, der diesen Tab nie öffnen wird. Das ist ein vertretbarer Kompromiss, und die meisten werden den Preis nicht bemerken.
Kühlung ist jedoch ein Balanceakt, kein Regler, der auf „besser“ eingestellt ist. Übertreibt man es, verbessern sich zwar Überhänge, aber Schrumpfungslinien und Kantenabhebungen verschlimmern sich.
Und hier eine Warnung, sich nicht zu sehr darüber zu freuen. Ein P1S-Besitzer in diesem Profil-Thread hatte nach zwei guten Wochen Probleme mit den Drucken. Er reinigte seine Düse zweimal auf Anraten des Supports, konnte aber keine Verstopfung feststellen. Dann bemerkte er, dass sein Lüfter auf 100 % lief, und schloss daraus, die Ursache gefunden zu haben.
Anschließend testete er die empfohlenen Kühleinstellungen sowohl in Bambu Studio als auch in OrcaSlicer. Die Drucke blieben weiterhin fehlerhaft. Der Lüfter war nicht die Ursache. Eine verdächtige Standardeinstellung ist nicht automatisch ein Fehler in seinem Programm.
Mein Tipp: Die drei Fälle vom Anfang dieses Artikels sind einen Versuch wert. Ansonsten die Standardeinstellungen beibehalten. Drucken Sie dasselbe Modell zweimal, ändern Sie jeweils einen Wert und vergleichen Sie die Ergebnisse. Und kopieren Sie auf keinen Fall die Werte anderer, auch nicht meine. Ihr Raum, Ihr Filament und Ihre Maschine gehören mir nicht.
Warum Ihre Kühlungsänderungen nicht von Dauer sind
Du hast wahrscheinlich nichts falsch gemacht. Die AMS hat es zurückgestellt.
Wenn das AMS den RFID-Tag einer Bambu-Spule ausliest, lädt Bambu Studio automatisch das Werksprofil für dieses Filament. Ihre Änderungen werden dabei überschrieben. Sie ändern einen Wert, die Änderung scheint gespeichert zu sein, und in der nächsten Sitzung ist sie verschwunden.
Auf einer P1S führt das zu regelrechter Verwirrung. Man kämpft mit zwei Dingen gleichzeitig: dem RFID-Neuladen des Profils und der flachen 100%-Kurve, die bewirkt, dass Änderungen in der Layer-Zeit wirkungslos bleiben, selbst wenn sie gespeichert werden . Zwei unterschiedliche Ursachen, ein und dasselbe Symptom.
Drei Auswege:
1. Speichern Sie eine benutzerdefinierte Filamentvoreinstellung. Am sichersten und meine Empfehlung. Ihr Profil, Ihr Name – nichts wird überschrieben. 2. Bearbeiten Sie die Systemprofildatei. Hilfe > Konfigurationsordner anzeigen > System > BBL > Filament. Suchen Sie Ihr Filament und Ihren Drucker und folgen Sie der Zeile `inherits` zur Basisdatei. Nachteil: Jedes Bambu Studio-Update löscht diese Einstellung, und Sie müssen alles neu einrichten. 3. Ändern Sie die Einstellung manuell vor jedem Druck. Mühsam, aber risikofrei.
Damit ist auch ein kleines Rätsel gelöst. Öffnet man die P1S-Profildatei und sucht nach Lüfterwerten, findet man diese nicht. Die Druckerdateien listen nur die Unterschiede zum Basismodell auf, und der P1S unterscheidet sich nicht.
Die Zahlen befinden sich in `fdm_filament_pla`. Diese Vererbungskette ist dieselbe, die Sie in Option 2 verwenden, weshalb Option 2 überhaupt funktioniert.
Wichtig zu wissen: Spulen von Drittanbietern besitzen keinen RFID-Chip, daher werden weder Daten automatisch geladen noch überschrieben. Bei Verwendung von Filament von Drittanbietern im AMS tritt dieses Problem größtenteils nicht auf, und Sie müssen das Profil ohnehin manuell einstellen.
So ändern Sie die PLA-Kühlungseinstellungen (Schritt für Schritt)
1. Wählen Sie im Filamentbereich Ihres Projekts Ihr PLA aus, klicken Sie auf die drei Punkte und wählen Sie „Bearbeiten“ . 2. Öffnen Sie den Reiter „Kühlung“ . 3. Ändern Sie die Werte (beginnen Sie mit konservativen Werten, siehe unten). 4. Speichern Sie die Voreinstellung unter einem eigenen Namen. Überschreiben Sie nicht das Systemprofil. 5. Wählen Sie die Voreinstellung beim nächsten Druckvorgang in der Kategorie „Benutzerdefiniert“ aus.
Ein konservativer Ausgangspunkt für einen P1S, falls Sie experimentieren möchten: Reduzieren Sie die minimale Lüfterleistung von 100 % auf etwa 60–70 % und lassen Sie alle anderen Einstellungen unverändert. Dadurch werden langsame Schichten entlastet, während schnelle Schichten vollständig gekühlt bleiben – was in etwa der Standardeinstellung des Bambu A1 entspricht. Ändern Sie eine Einstellung, drucken Sie dasselbe Modell und vergleichen Sie die Ergebnisse.
So überprüfen Sie, ob es tatsächlich funktioniert hat: Schneiden Sie Ihr Modell in Slices, wechseln Sie dann in der Vorschau zu „Farbe nach Geschwindigkeit “ und anschließend zu „Farbe nach Lüftergeschwindigkeit“ . Sie sehen genau, wo der Drucker zum Kühlen langsamer wird oder die Drehzahl erhöht. Eine einheitliche Farbe bedeutet, dass keine Schwankungen auftreten – genau das, was Sie beim Siebdruck benötigen. Das ist deutlich zuverlässiger, als auf Zahlen in einem Dialogfeld zu starren und zu hoffen.
Fünf Fehler, die Menschen Drucke gekostet haben
1. Zahlen aus Tutorials kopieren. Ein Tutorial eines Filamentherstellers empfiehlt, die Lüfterdrehzahl auf 200 % einzustellen . Bambu Studio hat jedoch einen Maximalwert von 100 %. Dieser Wert wird entweder begrenzt oder verworfen. Wenn Sie in einer Anleitung einen unmöglichen Wert eingeben sollen, schließen Sie den entsprechenden Tab.
2. Den Lüfter der ersten Schicht berühren. Er steht nicht umsonst auf 0. Schaltet man ihn ein, tauscht man einen funktionierenden Druck gegen eine etwas schärfere erste Schicht, die man nie zu Gesicht bekommt.
3. Alle erweiterten Optionen gleichzeitig aktivieren. Wandreihenfolge beachten. Ein Test mit Miniaturen ergab, dass die Kombination aus Arachne und „Außenwand zuerst“ Schichtlinien auf einem Modell erzeugte , das mit den Standardeinstellungen einwandfrei gedruckt wurde. Erfahrene Forenbenutzer schwören darauf, dass „Außenwand zuerst“ durch Kühlung verursachte Schichtlinien behebt. Beides stimmt: „Außenwand zuerst“ liefert eine bessere Außenwand, aber stärkere Überhänge – es kommt also auf das jeweilige Modell an. Ein separater Test mit vier Modellen ergab, dass die Einstellung „ Innen-Außen-Innen“ die beste Wahl ist , da sie die Oberfläche von „Außen-Innen“ ohne die Beschädigung der Z-Naht erzeugt.
Es werden aber mindestens drei Wände benötigt, Bambus Standardeinstellung sind zwei. Bei weniger als drei Wänden verwendet der Slicer automatisch die einfache Außen-Innen-Methode, die im Test als nutzlos eingestuft wurde. Stellen Sie die Anzahl der Wände zunächst auf drei ein und wählen Sie dann die Reihenfolge.
4. Die Lüftereinstellung ohne Berücksichtigung der Drehzahl führt zum gleichen Problem. Ein Test ergab, dass bei 200 mm/s die Aktivierung der Überhangverlangsamung die Überhangneigung von 55–70° deutlich verbesserte und die Druckzeit bei einem 3.5-stündigen Druck um etwa 4 Minuten verlängerte. Bei 100 mm/s lieferte das Deaktivieren der Verlangsamung konsistentere Ergebnisse. Die Drehzahl beeinflusst die Kühlleistung.
5. Vergessen Sie nicht, dass der Ventilator nicht für Kühlung sorgt. Raumtemperatur, Zugluft und ob Ihre Tür offen ist, spielen ebenfalls eine Rolle. Der perfekte 25-Sekunden-Schichttest bei 0 % Lüfterleistung ist eigentlich ein Beispiel dafür, wie die Umgebungsluft die Kühlung kostenlos übernimmt.
FAQ
Welche Einstellungen sind für Bambu Lab PLA optimal? Für die meisten Anwender die Standardeinstellungen. Bambu hat sie so optimiert, dass sie kaum zu verstellen sind, und das funktioniert auch. Wenn Sie funktionale Teile drucken, senken Sie zunächst die minimale Lüfterdrehzahl anstatt der maximalen, da der Lüfter bei langsamen Schichten am wenigsten effektiv ist. Ändern Sie jeweils nur einen Wert und vergleichen Sie die Ergebnisse mit einem Kontrolldruck.
Warum zeigt meine Bambu Studio PLA-Kühlung 100 % an? Das liegt daran, dass Sie ein Modell P1S, P1P, X1C, X1, P2S oder X2D besitzen. Diese Modelle verwenden das gemeinsame PLA-Basisprofil, das die Lüfterdrehzahl sowohl minimal als auch maximal auf 100 % festlegt. Das ist die Werkseinstellung und wurde nicht von Ihnen geändert. Die A1-Serie hingegen verwendet 60/80 %.
Meine Kühleinstellungen funktionieren nicht. Woran liegt das? Zwei mögliche Ursachen: Werden die Werte zwischen den Sitzungen zurückgesetzt, lädt das AMS das Werksprofil vom RFID-Tag der Spule neu. In diesem Fall müssen Sie ein benutzerdefiniertes Profil speichern. Bleiben die Werte hingegen erhalten, ändert sich aber nichts am Druckergebnis, verwenden Sie wahrscheinlich eine Maschine der P1S-Klasse, bei der sowohl Minimal- als auch Maximalwerte auf 100 % eingestellt sind. Die Schichtzeit hat in diesem Fall keine Auswirkung.
Welche Lüftereinstellungen sind für PLA beim P1S erforderlich? Bei Bambu PLA Basic: Lüfterdrehzahl (Grundstufe) 100 % (ausgelöst nach 100 Sekunden), Lüfterdrehzahl (Oberstufe) 100 % (ausgelöst nach 4 Sekunden), Hilfslüfter 70 %, Abluftlüfter 70 % während des Druckvorgangs, Bauteillüfter der ersten Schicht aus. Da die Drehzahlen für Grundstufe und Oberstufe gleich sind, läuft der Bauteillüfter nach der ersten Schicht effektiv mit 100 %. Bei Verwendung von Fremdfilamenten mit der Voreinstellung „Generisches PLA“ wird die Oberstufe bereits nach 8 Sekunden ausgelöst, das praktische Ergebnis ist jedoch bei 100 % an beiden Enden identisch.
Was ist der maximale Lüfterdrehzahl-Schwellenwert in Bambu Studio? Er gibt die Lüfterdrehzahl an, die verwendet wird, wenn eine Schicht innerhalb der zugehörigen Schichtzeit oder schneller gedruckt wird. Zusammen mit dem minimalen Lüfterdrehzahl-Schwellenwert bildet er die beiden Endpunkte einer linearen Interpolation basierend auf der Schichtzeit. Schnelle Schicht: höhere Lüfterdrehzahl. Langsame Schicht: niedrigere Lüfterdrehzahl.
Worin besteht der Unterschied zwischen dem Kammerlüfter und dem Bauteillüfter? Der Bauteillüfter kühlt den Druckvorgang Schicht für Schicht. Der Kammerlüfter (Abluftlüfter) saugt Luft aus dem Gehäuse ab, um Wärme und Dämpfe abzuführen, hat aber keinen Einfluss auf die Oberflächenqualität des Bauteils. Bei geschlossenen Modellen befindet sich außerdem ein zusätzlicher Bauteillüfter an der Gehäuseseite, der das Bauteil zwar kühlt, jedoch mit konstanter Drehzahl.
Sollte ich die Lüfterdrehzahl reduzieren, um stabilere Bauteile herzustellen? Möglicherweise, aber niemand hat den Nutzen tatsächlich nachgewiesen. Der weit verbreitete Test, der behauptet, die Standardeinstellungen von Bamboo würden die Bauteilstabilität beeinträchtigen, beurteilte die Drucke visuell und stellte fest, dass kein einziger Druck brach. Die Theorie ist schlüssig: Mehr Kühlung bedeutet weniger Haftung zwischen den Schichten. Eine messbare Methode existiert jedoch noch nicht. Wenn Ihnen die Stabilität wichtig ist, testen Sie es lieber an Ihren eigenen Bauteilen, anstatt sich auf Schlagzeilen zu verlassen.








